Was sind Keywords? Finde relevante Suchbegriffe und starte durch
Millionen Suchanfragen gehen pro Tag bei Google & Co. ein. Die NutzerInnen erwarten in wenigen Sekunden die besten Ergebnisse, damit sie so schnell wie möglich finden, was sie suchen.
Nach diesem Artikel weißt du,
was Keywords sind
wie du sie findest
wie du sie in Texten platzierst und
gezielt für die Customer-Journey deiner WunschkundInnen einsetzt
Keywords machen dich sichtbar
Wenn du mit deinem Unternehmen und deiner Website mithalten möchtest, musst du wissen, wie du als relevante Seite eingestuft wirst.
Suchmaschinen arbeiten für Menschen, genauer gesagt für die NutzerInnen. Sie wollen das bestmögliche Ergebnis oben anzeigen und die Suchanfragen beantworten.
Dafür brauchen sie aber Anhaltspunkte: Die Keywords.
Relevante Suchbegriffe kommen von Menschen. Die Keywords verbinden sie mit dir.
Was sind Keywords?
Keywords sind Suchbegriffe, Schlüsselwörter oder Phrasen, die einen Webseiten-Text beschreiben. Sie geben an, worum es in den Inhalten wie einer Angebotsseite oder einem Blogartikel geht. Das Keyword gibt den Kerninhalt wieder. Das hilft Google & Co. die Seite richtig und bei einer entsprechenden Suchanfrage als attraktiv einzuordnen, um sie oben anzuzeigen.
Keyword ist aber nicht gleich Keyword. Es kommt zum Beispiel vor, dass Seiten für ein Schlüsselwort optimiert werden, nach dem niemand sucht. Alternativ ist die Suchintention eine ganz andere als der Inhalt einer Webseite. Dann kann die Seite noch so gut optimiert sein, sie bringt dir für SEO nichts.
Zusätzlich können Suchbegriffe von den NutzerInnen unterschiedlich geschrieben werden. Die Reihenfolge oder Schreibweise ist anders. Es werden Synonyme verwendet oder Fehler schleichen sich beim Eintippen ein. Um relevante Suchbegriffe für deine Inhalte und Zielgruppe herauszufinden, musst du daher eine Keyword-Recherche machen. Es kann sein, dass deine potenziellen KundInnen anders suchen oder andere Begriffe nutzen, als du denkst.
Die Keywords sind das, was der Ersteller einer Website als Schlüsselbegriffe nutzt, um möglichst viele der geeigneten Suchanfragen auf die eigene Seite zu ziehen. Ich rate jedoch dringend davon ab, eine falsche Schreibweise zu wählen, nur weil diese weniger Wettbewerb bei gleichem Suchvolumen hat. Gibt es tatsächlich. Aber du hast es nicht nötig, mit falscher Rechtschreibung die Menschen auf deine Seite zu locken.
Hinter einer Eingabe der Suchbegriffe steht immer auch eine Absicht, die Suchintention. Einfach Keywords in deine Texte einbauen reicht schon lange nicht mehr aus. Es ist wichtig, dass du die Nutzerabsicht verstehst und diese in deinen Inhalten erfüllst.
Schreibe immer für Menschen, nicht für den Google-Algorithmus.
Keywords werden in unterschiedliche Arten eingeteilt. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten. Üblich sind
die Suchintention
die Keyword-Länge
Im Marketing wird zwischen verschiedenen Arten von Keywords unterschieden. Google definiert und unterscheidet lieber die Nutzerabsicht bei den Suchanfragen. Die Keyword-Arten passen zu den User-Intentionen von Google.
Keyword-Arten nach Suchintentionen der NutzerInnen
Informationell / Know-Keywords
NutzerInnen sind auf der Suche nach Informationen, um ein Problem zu lösen oder um eine Antwort auf eine Frage zu bekommen.
Beispiele: Wie starte ich einen Blog?, Bauchschmerzen nach Essen, nachhaltig investierenTransaktional / Do-Keywords
Die NutzerInnen haben die Absicht, etwas zu tun oder zu kaufen
Beispiele: Yoga-Retreat buchen, SEO-Guide downloaden, nachhaltig produzierten Teddybär kaufen
Navigational / Go-Keyword
Der User hat ein bestimmtes Ziel, nach dem er sucht.
Zum Beispiel die Website einer bestimmten Marke: Patagonia Blog, LinkedIn Support-Formular, Öffnungszeiten Fitness-Studio XY
Multi - Intent Anfragen, die sich aus mehreren Suchintentionen zusammensetzt
Beispiel: Psychologische Unterstützung nach Jobverlust: Die Anfrage kann verschiedene Intentionen haben
- Jemand sucht nach Optionen, wie er / sie passende psychologische Unterstützung findet und / oder
- welche Möglichkeiten es für die Situation überhaupt gibt und / oder
- ob es Hilfe online oder lokal in der Nähe gibt.Visit-in-Person (mit & ohne) / Lokale und ortsbezogene Keywords
Das ist eine Anfrage nach einem bestimmten und lokalen Ziel. Der Fokus liegt auf der geografischen Ausrichtung und der Nutzer-Standort kann relevant sein.
Beispiele: KfZ-Werkstatt, Bio-Hofladen, Persönlichkeitstest online, veganes Hotel in HamburgIm Marketing werden noch diese beiden Keyword-Arten hinzugefügt, die wir je nach Anfrage auch in die von Google genannten Intentionen einsortieren können.
Money-Keywords: Suchanfragen mit Kaufabsicht (Transaktional)
Beispiel: Puzzle kaufenMarken-Keywords: Suchanfragen mit einer Unternehmensmarke (kann verschiedene Intentionen haben): Beispiel: Ravensburger
Compound-Keyword: Das ist eine Kombination aus Marken- und Moneykeyword. Beispiel: Ravensburger Puzzle kaufen
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Keyword-Arten nach ihrer Länge
Keywords sind nicht immer nur einzelne Wörter, sondern können spezifischere Anfragen mit mehr Begriffen sein. Diese Spezifität wird durch die folgenden drei Suchbegriff-Arten dargestellt:
Head oder Short Tail:
Short-Tail Keywords bestehen aus 1 bis 2 Wörtern und sind allgemeine Suchbegriffe. Sie haben oftmals ein höheres bis sehr hohes Suchvolumen und decken einen breiten Themenbereich ab. Mit diesen generischen Keywords kannst du InteressentInnen, die am Anfang der Customer-Journey stehen, abholen und Website-Traffic generieren.
Beispiele: Content-Marketing, Food-Fotografie, Nachhaltigkeit
Mid Tail:
Mid-Tail-Keywords haben ca. 2-3 Wörter und sind etwas spezifischer. Dadurch haben sie normalerweise ein geringeres Suchvolumen als generische Keywords. Sie sprechen oftmals InteressentInnen an, die in der Customer-Journey bereits weiter sind.
Beispiele: nachhaltige Laufschuhe, Pinterest Marketing verstehen, Gemüse anpflanzen
Long Tail:
Long Tail Keywords sind 3 und mehr Wörter, die schon sehr spezifisch ausgerichtet sind und das Suchvolumen eher gering ist. Damit kannst du Menschen ansprechen, die auf der Customer-Journey schon weiter sind und die du sehr zielgerichtet ansprechen kannst. Die Nutzer kennen sich schon besser aus und wissen, was sie wollen
Beispiele: Vegan kochen ohne Ersatzprodukte, Tomaten auf Balkon anpflanzen, Online-Kurs zum Programmieren lernen
Longtail-Keywords sind oftmals (nicht immer) sogenannte Nischen-Keywords mit niedrigerem Suchvolumen, aber auch geringem Wettbewerb und hohem Conversion-Potenzial. Menschen, die sehr spezifische Anfragen stellen, wissen, was sie wollen. Sie suchen nur noch nach einer geeigneten Lösung. Wenn sie fündig werden, sind sie bereit zu kaufen, wie zum Beispiel einen Online-Kurs.
Apropos Nischenkeywords:
Hier liegt sehr viel Potenzial! Auch wenn bei Nischenkeywords das Suchvolumen geringer ist, kann es lukrativ und vor allem einfacher sein, eine Nische zu besetzen. Der Wettbewerb ist deutlich geringer. Hier lohnt sich ein Blick auf dein Business, ob du dort nicht eine Nische findest, die passt und auf die du dich fokussieren kannst.
Abb. 1: Relevante Suchbegriffe entlang der Kundenreise
Bei der Keywordrecherche und Artikelplanung ist es sinnvoll, eine gute Mischung an den verschiedenen Keyword-Arten zu haben. Nur Short-Tail Keywords für Informationen, also Know-Suchanfragen, bringen dir zwar viele Website-BesucherInnen, aber keine oder schwierig KundInnen.
Mit der Spezifität der Suchanfragen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass deine Website-BesucherInnen tatsächlich zu KundInnen werden. Zusätzlich ist immer auch der Wettbewerb relevant. Dazu später mehr.
Deine Planung sollte so sein, dass du Artikel und Seiten entlang der gesamten Customer-Journey erstellst. Du fängst am Anfang zum Beispiel breit an und wirst mit jedem Artikel spezifischer. Wie genau das für dich aussehen kann, ist individuell und unter anderem abhängig von deinen Zielen und KundInnen.
Was sind Fokus-Keywords?
Ein Fokus-Keyword ist der Begriff oder die Suchanfrage, auf die du deine Seite optimierst. Dazu möchtest du gefunden werden und erstellst entsprechend deinen Inhalt. Dieser Begriff sollte folgende Eigenschaften erfüllen:
spezifisch für deine Zielgruppe
entspricht der Suchintention und Suchanfragen
genug Suchvolumen
für dich machbarer Schwierigkeitsgrad (Wettbewerb)
Natürlich kannst du auch immer Inhalte erstellen, bei denen der Wettbewerb sehr hoch ist. Es kann trotzdem ein relevanter und guter Artikel sein. Sei dir nur bewusst darüber, dass die LeserInnen dann vermutlich nicht oder nicht so schnell über Google & Co. kommen.
Wenn du gefunden werden möchtest:
Konzentriere dich auf die Keywords, die zu deiner Nische und Zielgruppe passen und für die du tatsächlich ranken kannst.
Was sind Neben-Keywords?
Neben-Keywords unterstützen das Fokus-Keyword und haben die gleiche Suchintention wie das Fokus-Keyword. Sie sind aber nicht notwendig und können sogar ablenken. Deine Texte sollen einen roten Faden haben, der die LeserInnen führt. Neben-Keywords können diesen roten Faden verfärben, sodass deine Inhalte möglicherweise zu breit werden, verwirren oder schwieriger zu lesen sind.
Warum sind Suchbegriffe und Keywords wichtig?
Suchbegriffe und Keywords helfen dir dabei, Sichtbarkeit und Reichweite in Suchmaschinen zu erhalten. Du lernst deine Zielgruppe besser kennen, indem du recherchierst und siehst, wonach sie suchen. Darauf stimmst du deine Inhalte ab, schreibst hochwertige Texte und ziehst so die passenden Menschen auf deine Website. Die Betonung liegt auf passende Menschen! Verwendest du deine Sprache und Keywords richtig, richtest du deine Inhalte auf deine Wunschzielgruppe aus.
Keywords helfen Google & Co. bei der Indexierung, Analyse und Ausspielung deiner Webseiten. Suchmaschinen verstehen dadurch, worum es bei deiner Website geht. Sie geben Auskunft über die Themen der einzelnen Seiten und welche Inhalte für welche NutzerInnen relevant sind. So werden deine verschiedenen Seiten sichtbar und den passenden NutzerInnen in den SERPs (Suchergebnissen) angezeigt.
Keywords stellen eine Verbindung zwischen deiner Website und deiner Wunschzielgruppe her.
So findest du relevante Suchbegriffe
Du weißt jetzt, was Keywords sind, welche es gibt und warum sie relevant sind. Dann wollen wir uns jetzt ansehen, wie und wo du relevante Suchbegriffe überhaupt findest.
Denn ein Keyword zu haben, bedeutet nicht automatisch, dass es relevant ist. Es passiert nicht selten, dass jemand eine Webseite auf einen Suchbegriff optimiert, wonach niemand sucht. Dann bist du zwar auf Seite 1 bei Google, vielleicht sogar auf Platz 1 und trotzdem findet dich niemand. Wäre ja blöd.
Deshalb machst du eine Keyword-Recherche. Bevor du mit deiner Website und SEO-Content startest, ist es sinnvoll, eine Keyword-Recherche durchzuführen, um die Nische und den Fokus deiner Website insgesamt effektiv zu gestalten.
Danach machst du für jede neue Webseite, die ranken soll, eine eigene Recherche. Damit kannst du jeden Inhalt gezielt für deine Wunschmenschen, ihre Suchanfragen- und intentionen schreiben.
Die drei wichtigsten Daten, die du bei der Recherche beachten solltest:
Keyword (Begriffe, Schreibweise etc.)
Suchvolumen
Schwierigkeitsgrad (Wettbewerb insgesamt & Domain Authority der Top-Suchergebnisse)
Wir sehen uns im Folgenden an, wie du passende Keywords für eine einzelne Webseite wie einem Blogartikel findest.
Die Keyword-Recherche: In 4 Schritten zum passenden Suchbegriff:
Abb.2: Keyword-Recherche in 4 Schritten
1. Ideen sammeln
Als Erstes musst du wissen, zu welchem Thema du die neue Seite erstellen möchtest. Das sollte natürlich zu deinem Angebot und deiner Nische passen. Wenn dein Thema feststeht, sammle Ideen für Keywords. Du hast verschiedene Möglichkeiten:
Was kommen dir für Ideen?
Vielleicht warst du selbst mal an dem Punkt, an dem du jetzt stehst und hast entsprechende Google-Suchen durchgeführt. Oder noch besser: Du weißt, welche Fragen deine (Wunsch-)KundInnen haben und welche Begriffe sie verwenden. Oftmals geben dir deine (potenziellen) KundInnen schon sehr gute Begriffe vor.
Denk daran, dass du als ExpertIn in deinem Bereich ganz anders denkst und suchst, als das deine KundInnen (vermutlich) tun.
Frag Google direkt:
Hinweis für Google-Recherchen: Nutze den Inkognitomodus, dann sind die Angaben neutral und nicht auf dich angepasst.
Siehe dir an, welche Seiten bei deiner Anfrage ranken (nicht die bezahlten Anzeigen) und welche Inhalte das sind.
Google Autocomplete: Gibst du bei Google ein Wort in die Suche ein, so zeigt dir die Suchmaschine direkt weitere Vorschläge an.
Verwandte Suchanfragen ("Andere suchten auch"): Gibst du in die Suchleiste einen Begriff ein und klickst auf suchen, zeigt dir Google automatisch weiter unten ähnliche Suchanfragen an.
Ähnliche Fragen
Genauso wie verwandte Suchanfragen werden auch ähnliche Fragen automatisch ausgegeben. Diese kannst du ebenfalls nutzen
Was machen deine Wettbewerber?
Hast du WettbewerberInnen, bei denen du einmal vorbeischauen kannst? Welche Keywords nutzen sie? Wofür ranken sie? Dabei geht es nicht darum, dass du das nachmachst, sondern dass du dir Ideen für weitere Keywords holst.Deine Wettbewerber schreiben für ihre WunschkundInnen, du für deine. Das muss nicht übereinstimmen. Wenn du jedoch siehst, dass eins auch für dich passen kann, notiere es dir. Dies kannst du mit einem SEO-Tool herausfinden. (Bspl.: Seobility)
2. Recherche mit SEO-Tools
Es gibt eine ganze Menge SEO Tools, die dir Arbeit abnehmen können, dir Ideen und direkt dazu die entsprechenden wichtigen Daten liefern. Dabei muss es nicht immer ein kostenpflichtiges Tool sein. Auch mit kostenlosen Möglichkeiten kommst du weit. Und wenn nicht, dann abonniere für einen Monat ein Tool und recherchiere für mehrere Artikel und Keywords.
Ich empfehle, mehrere Tools zu nutzen und zu kombinieren.
Kostenlose Möglichkeiten (z.T.: begrenzte Abfragen / Tag) sind zum Beispiel:
Answer the public:
Du bekommst das Suchvolumen angezeigt sowie eine ganze Liste mit weiteren Ideen und passenden Fragen von NutzerInnen.Answer Sokrates:
Ein Tool, welches dir anzeigt, wonach Menschen bei Google suchen und welche Fragen sie passend zu deinem Keyword stellenKarma Keyword Tool:
Hier bekommst du Suchvolumen und Schwierigkeitsgrad angezeigt.
Google Trends:
Du erhältst einen Einblick, wie viele Menschen wo über dein Thema und verwandte Themen sprechen. Es zeigt dir Trends sowie weitere Ideen für dein Keyword an
Google Keyword Planer:
Bei diesem Tool von Google kannst du Ads schalten, dir aber auch Keyword-Prognosen ansehen. Zusätzlich erhältst du weitere passende Vorschläge, Suchvolumen (Bereich) und Schwierigkeitsgrad.
Seobility:
Ein eigentlich kostenpflichtiges Tool, bei dem jedoch pro Tag 5 Anfragen kostenfrei sind. Du bekommst unter anderem ähnliche Suchanfragen, Suchvolumen und Schwierigkeitsgrad sowie die Top 10 Webseiten in den Suchergebnissen mit ausgegeben.KWFinder:
Ein ebenfalls kostenpflichtiges Tool, aber 3 kostenlose Anfragen pro Tag sind möglich. Du bekommst wieder ähnliche Suchanfragen, Suchvolumen und Schwierigkeitsgrad mit ausgegeben sowie die Top 10 Webseiten in den Suchergebnissen.
Die meisten dieser Tools geben noch viel mehr Daten aus, aber für den Anfang reicht das aus. Spiele damit herum, lerne die Tools kennen und arbeite dich nach und nach ein.
3. Eingrenzen
Du hast eine ganze Liste mit Keywords, Suchvolumen und Schwierigkeitsgrad. Diese musst du nun eingrenzen, um herauszufinden, welches Keyword du nutzen möchtest. Dabei sortiere die Keywords in Gruppen, die zusammenpassen und hinter denen die gleiche Suchabsicht steht. Diese sollte auch zu deinem Thema und Ziel passen.
Dabei gilt:
Je spezifischer ein Keyword ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du von deiner Wunschzielgruppe gefunden wirst. Ein generisches Keyword spricht eher die breite Masse an.
Beachte die Suchintention und sieh dir Suchvolumen und Wettbewerb an. Sortiere die aus, die definitiv nicht passen oder für dich funktionieren können.
Wenn du die Suchanfragen in Gruppen zusammengefasst hast, dann kannst du es einfach und besser überblicken. Im besten Fall hast du schon so gut sortiert, dass die Auswahl schon mehr oder weniger klar ist.
4. Auswählen
Du hast deine Keywords eingegrenzt und musst nun auswählen, welches du nehmen möchtest. Frage dich, welche Suchintention du erfüllen möchtest und ob das relevant für dich, deine Ziele, dein Angebot und deine Zielgruppe ist. Die Daten sind wichtig, aber die Suchintention muss passen!
Siehe dir die Keywords immer in Kombination mit Suchvolumen und Schwierigkeitsgrad an. Hast du ein passendes Keyword mit nur einem geringen Suchvolumen und gleichzeitig einem niedrigen Schwierigkeitsgrad? (Beispiel: 50 Anfragen / Monat, Schwierigkeitsgrad: sehr einfach). Super!
Die Optimierung dafür ist einfacher. Das Ranking für Seite 1 bei Google erreichst du viel leichter. Such dir eine Nische innerhalb deines Bereichs, mit der du ranken kannst.
Wenn die 50 Anfragen pro Monat so genau und spezifisch sind, zu dir passen und du die NutzerInnen auf deine Seite bekommst, dann hast du 50 Menschen / Monat auf deiner Seite! Das ist besser als ein Suchvolumen von 1000 / Monat, von denen du niemanden bekommst, weil du nicht sichtbar bist.
Also: Beziehe immer den Wettbewerb mit ein!
Wenn alles passt:
Relevanz des Suchbegriffs
Suchvolumen
Wettbewerb
Suchintention
Dann hast du dein Fokus-Keyword oder deine Fokus-Keyphrase gefunden und kannst deine Inhalte erstellen.
Verwende sie achtsam, dosiert und an den passenden Stellen
Viel hilft nicht immer viel. Texte, bei denen dir das Keyword bei jedem zweiten Satz entgegenspringt, ist kein gutes Zeichen für suchmaschinenoptimierten Inhalt.
Keyword-Platzierung:
Du schreibst immer zuerst für Menschen. Trotzdem ist die Keyword-Platzierung und -verteilung im Text und weiteren Stellen relevant. Dabei gilt, dass du sie sinnvoll und natürlich in deinen Inhalten einbindest.
Die Lesbarkeit darf nicht leiden. Es ist und wird immer wichtiger, gerade im Hinblick auf KI, dass du echte und menschliche, gesprochene Sprache nutzt. Die Anfragen verändern sich und Keywords eingebettet in ganze Sätze / Fragen werden relevanter und sind die Zukunft.
Mittlerweile achte ich schon gar nicht mehr bewusst darauf. Ich schreibe für Menschen und die Integration der Keywords passiert fast automatisch. Die Anzahl und Verteilung sind in der Regel immer gut und im Zweifelsfall kann ich nach dem Schreiben noch etwas anpassen. Mein Fokus liegt nie auf den Keywords und es funktioniert. Genau das würde ich dir auch empfehlen und je mehr du das machst, desto einfacher wird es dir fallen.
Zu diesem Punkt sollte dir sowieso schon klar sein, dass es viel wichtiger ist, dass du die Inhalte auf deine Zielgruppe und die Suchintention abstimmst, anstatt haufenweise Schlüsselwörter einzufügen.
Hier einmal zur Übersicht, wo du das Fokus-Keyword platzieren solltest.
Platzierung des Fokus-Keywords:
URL
Seiten-/ Meta-Titel
Meta-Beschreibung
Bildtitel und ALT-Beschreibung
H1-Überschrift
Teaser / Einleitung
verteilt auf H2 und weitere Überschriften-Hierarchien
passend verteilt im Inhalt
Interne Links zu der Seite
Am Ende kannst du mithilfe von Tools überprüfen, ob es passt oder du noch einmal optimieren solltest. Beispiel-Tools, die du dafür nutzen kannst: Seobility oder das Tool von Moritz Bauer
Hast du ein oder mehrere Neben-Keywords, so streust du sie dosiert an den passenden Stellen im Text und in den Unterüberschriften sowie den Bildtiteln und -beschreibungen ein. Um den Fokus auf den Haupt-Suchbegriff, dein Artikelthema und das Ziel zu behalten, würde ich keine oder zumindest nicht zu viele Neben-Keywords setzen. Wichtig ist, dass du den Fokus hältst, die Suchintention erfüllst und die LeserInnen deinen Text flüssig lesen können.
Ich selbst nutze sie selten bewusst, alleine schon aus dem Grund, dass das beim Schreiben automatisch passiert.
Auch gut zu wissen:
Du musst nicht immer die Keywords in genau der richtigen Reihenfolge in den Text einbinden. Steht einmal ein Wort dazwischen oder du stellst den Satz um, so erkennt Google das trotzdem. Baue die Suchanfragen so ein, dass der Inhalt gut zu lesen ist.
Beispiel: Dein Keyword: Hochbeet anlegen. Dann kannst du diese Suchanfrage problemlos in deinem Text wie folgt unterbringen: Lege dein Hochbeet so an, dass …
Zum Schluss: Analysiere, beobachte, optimiere.
Fazit
Keywords verbinden dich über Suchmaschinen mit deiner Wunschzielgruppe. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Schlüsselbegriffe zu nutzen, sondern die richtigen an der passenden Stelle.
Ziehe immer Suchvolumen und Schwierigkeitsgrad mit ein. Und fast noch wichtiger: Die Suchintention hinter den Suchanfragen.
Suchbegriffe geben dir einen guten Einblick in deine Zielgruppe und wofür du Chancen hast zu ranken. Aber um wirklich gute Texte zu erstellen, die deine Wunschmenschen ansprechen, gilt:
Schreibe für Menschen und nicht für Google. Lege deinen Fokus auf nützliche Inhalte.
Fällt die Keyword-Recherche oder -auswahl schwer? Oder erreichst du einfach keine sichtbaren Ergebnisse? Schreib gerne in die Kommentare, wo deine Herausforderungen liegen und welche Fragen du hast.
Andrea Liedtke
Hi, ich bin Andrea, SEO-Texterin und Beraterin für Content und ethisches Marketing. Ich helfe dir, mit Content-Marketing, das dich mit deinen Wunschkund*innen verbindet, erfolgreich sichtbar zu werden. Website-Texte und Blogmarketing mit SEO stehen dabei im Fokus und sind die Basis für Sanfte-Ethische-Online-Verbindungen. Perfekt für sensible oder leise Selbstständige und eine sanfte Kundengewinnung. Mehr zu mir >>
Für Marketing, das nicht nur gut fürs Business, sondern auch gut für die Seele ist.
Ich wünsche mir für dich, dass du selbstsicher sichtbar bist, gefunden wirst und deine Wunschkund*innen begeisterst: mit Leichtigkeit und Klarheit.