Blog-Konzept erstellen: Mit Strategie und Seele zum erfolgreichen Blog
Auf die Plätze, fertig und losbloggen. Ja, naja, fast...
Natürlich kannst du direkt und ohne Plan drauflosbloggen. Um überhaupt anzufangen brauchst du sonst nichts. Doch ich empfehle dir, dass du eine SEO-Strategie im Hintergrund hast. Erstelle dir möglichst schnell eine, damit es dir auch etwas bringt und du dich nicht irgendwann wunderst, dass dein Blog nicht funktioniert.
Business-Blog: Mit Konzept zum Erfolg
Wie auch immer du deinen Blog nennen möchtest: Business-Blog, Magazin, Ratgeber: Er braucht einen Plan.
Du musst dein Ziel kennen und wenn du erfolgreich sein möchtest, dann ist einfach drauf losschreiben kein geeigneter Fahrplan. Du fährst schließlich auch nicht planlos durch Bayern, wenn du nach Hamburg möchtest.
Ein erfolgreicher Blog beginnt daher mit einem Konzept. Anhand dessen baust du ihn über Monate und Jahre auf und navigierst dich zum Ziel.
Konntest du bis vor einigen Jahren noch einfach mit passenden Keywords bei Google auf Seite 1 landen, braucht es heute mehr. Google hat die Qualitätsrichtlinien verschärft und die Konkurrenz schläft nicht.
Rein intuitiv einen Blog aufbauen und hoffen, dass es klappt, ist ebenfalls wenig hilfreich und nur Hoffnungsmarketing.
Daher empfehle ich dir vorab ein Blog-Konzept zu erstellen, um mit Strategie und Seele erfolgreich zu bloggen.
Ein Blog-Konzept zur Orientierung und für kreativen Freiraum
Ein Blog Konzept erstellen bedeutet, dass du einen Fahrplan hast, an dem du dich immer orientieren kannst, um deine Blogziele zu erreichen. Er engt dich ein, gibt einen Rahmen und eine Richtung vor und das ist gut so. Gleichzeitig bietet er dir genug Raum für Flexibilität.
Du legst fest, was und wen du mit deinem Blog erreichen möchtest. Darauf aufbauend erstellst du deine Strategie, wie du dich abhebst sowie die redaktionellen Inhalte.
Kreativität und Intuition sind super. Sie kann im Blogmarketing jedoch am effektivsten wirken, wenn sie sich in einem Raum von Klarheit und Struktur bewegt.
Mit einem Blog Konzept sorgst du dafür, dass du nicht einfach vor dich hinbloggst und guckst, was passiert, sondern dass dein Blog zielgerichtet in die Welt strahlt.
Wie ein Konzept dich bei der Business-Blog Erstellung unterstützt
Passt dein Blog Konzept zu dir und deinem Business, dann hilft es dir
Klarheit über deine Ziele und deinen Weg zu haben
deine Zielgruppe kennenzulernen
die richtigen Blogartikel zur passenden Zeit zu schreiben
Zeit und Energie zu sparen (indirekt auch Geld)
dich von Wettbewerbern und thematisch ähnlichen Blogs abzuheben
langfristig mehr deiner WunschkundInnen anzuziehen und Geld zu verdienen
mit geeigneten Kooperationspartnern zusammenzuarbeiten
passende Gastbeiträge zu erstellen sowie zu veröffentlichen
deine Entwicklung und Erfolge anhand von Kennzahlen zu überprüfen
Das sind eine Menge guter Gründe und wenn dich das du noch nicht überzeugt bist, dann lies das nochmal. :-) Dann kommen wir nun zum Kern des Ganzen, nämlich wie du ein Konzept erstellst und was dort reingehört.
Weiterführender Blogartikel, die dich dazu interessieren könnten:
Was gehört in ein Konzept und was hat die Seele damit zu tun?
Indem du ein Blog-Konzept erstellst, setzt du dich intensiv mit deinen Zielen, Themen und deiner Zielgruppe auseinander. Du legst fest,
was du mit dem Blog erreichen möchtest
welche Zielgruppe er anspricht und welchen Mehrwert sie bekommt
warum du über welche Themen wann schreibst
wie du dich von anderen abhebst (USP: Alleinstellungsmerkmal)
Damit du ein Konzept erstellen kannst, welches wirksam funktioniert, musst du
Fragen stellen und
recherchieren
Du brauchst (zumindest eine grundlegende) Klarheit über deine Ziele, über Themen, Struktur und deine Zielgruppe. Deine Positionierung und der Mehrwert für deine Blogleser*innen stehen dabei im Mittelpunkt.
Dafür brauchst du Empathie, Ethik und Zielgruppenkenntnisse. Du kannst dich zwar von einer KI unterstützen lassen, aber diese drei Punkte sowie die Konzeption kann sie nicht übernehmen.
⇒ Menschen stehen im Mittelpunkt. Die SEO-Strategie baut darauf auf.
Merke dir: Zuerst kommen Menschen, dann kommt SEO.
Ein wirksames Blog Konzept vereint Strategie mit Sinn und Seele.
Kund*innen, die mit mir zusammenarbeiten, bekommen vorab immer einen Fragebogen. Wer bis dahin noch keine Klarheit hatte, bekommt sie spätestens dann. Alleine das kann schon einigen Nebel lichten und wundervolle Aha-Momente bescheren.
Im Folgenden bekommst du 11 Fragen, die sich auch in meinem Fragebogen befinden. Anhand dessen kannst du bereits eine grundlegende Klarheit und Basis für deinen Blog schaffen.
11 Fragen für das Konzept deines Business-Blogs
1. Welches Ziel verfolgst du?
Überlege dir am Anfang, welches Ziel oder welche Ziele du erreichen möchtest.
Mögliche Ziele:
mehr Sichtbarkeit und Reichweite
Verbindungen zu Wunschkund*innen aufbauen
Autorität und Expertenstatus aufbauen
deine Newsletterliste füllen
Einblicke ins Business geben und Vertrauen aufbauen
Community aufbauen
Setze dir ein bis zwei Hauptziele. Einige ergänzen sich untereinander, bauen aufeinander auf oder passieren nebenbei automatisch, auch wenn du kein Hauptfokus darauf legst. Deswegen definiere dein übergeordnetes Ziel. Der Rest kommt danach.
2. Für welche Zielgruppe und Menschen schreibst du?
Hinter deiner Zielgruppe verstecken sich Menschen und keine fiktiven Personas. Auch wenn du eine B2B-Zielgruppe ansprichst, handelt es sich um Menschen. Um sie zielgerichtet anzusprechen und sie mit deinen Inhalten abzuholen, musst du dich wirklich mit ihnen auseinandersetzen.
Dabei geht es nicht (nur) um Daten wie Alter, Geschlecht und Hobby. Es geht um tiefgründige Themen, die sie umtreiben und nach denen sie bei Google suchen.
Welche Herausforderungen hat deine Zielgruppe? Welche Sorgen und Fragen treiben sie um? Wonach suchen sie und welche Lösungen brauchen sie? Was sind ihre Gedanken und Glaubenssätze? Wie kannst du ihnen helfen und sie zu Erkenntnissen und Lösungen führen?
Sprich mit deiner Zielgruppe. Hole dir Feedback von ihnen ein und frage deine bestehenden KundInnen.
Dabei befinden sich die Menschen innerhalb deiner Zielgruppe auf unterschiedlichen Bewusstseinsstufen und an verschiedenen Stellen der Customer-Journey.
3. Welche Bewusstseinsstufen möchtest du abdecken?
Es gibt innerhalb deiner Zielgruppe Menschen, denen du helfen kannst, die aber noch nicht wissen, dass sie überhaupt ein Problem haben. Dann gibt es diejenigen, die sehr genau wissen, was ihr Problem und die passende Lösung ist. Vielleicht kennen sie dich und deine Lösung sogar schon. Vielleicht haben sie bereits Vertrauen in dich und stehen kurz vor dem Kauf. Und dann gibt es die Phasen dazwischen.
Auf welchen Bewusstseinsstufen möchtest du deine Zielgruppe abholen? Diejenigen, die noch kein Problembewusstsein haben, holst du mit ganz anderen Inhalten ab, als Menschen, die nach einer Lösung suchen.
Werde dir bewusst über deine potenziellen Kund*innen, wo du ansetzen und wie du sie führen möchtest.
4. Welche Themen deckst du ab?
Überlege dir ca. 3-5 Kernthemen, die für deine Zielgruppe relevant sind, mit denen du dich auskennst und die dein Blog abdecken soll. Du kannst dir auch mehr Kernthemen überlegen, wenn es dir noch schwerfällt, es einzugrenzen. Erlaube dir zu Brainstormen, um Hauptthemen zu finden und in weitere Unterthemen aufzuteilen.
Wahrscheinlich wirst du ein Muster finden. Füge Themen zusammen und grenze im Hinblick auf deine Zielgruppe immer weiter ein. Am Ende kommst du auf die wesentlichen Hauptthemen.
Im Anschluss machst du eine umfassende Keyword-Recherche, die dir ebenfalls weitere Klarheit und Zuordnung ermöglicht. Genauso kannst du auch Themen ausschließen, die keinen Platz in deinem Blog haben.
5. Welche Art von Artikeln möchtest du schreiben?
Es gibt verschiedene Arten von Beiträgen und du musst dich nicht für eine entscheiden. Ein guter und passender Mix ist sinnvoll.
Unter Arten fallen zum Beispiel:
Wissen, How-to Artikel und Tipps
Case Studies und Kundeninterviews
Einblicke in Produkte, ihre Entwicklung und Zertifizierungen
Hintergrundinfos zu Arbeitsweisen, Ziele und Werte
Kooperationen und Gastbeiträge
Meinungen und Persönliches
Du musst nicht alle Arten abdecken. Das wäre auch zu viel und schlecht für den Wiedererkennungswert. Oftmals ergibt sich die Artikelart über das Thema und die Keyword-Recherche. Du brauchst nicht alle Blogartikel suchmaschinenoptimiert schreiben. Gibt es etwas, was deine KundInnen immer wieder fragen, es aber kein passendes Keyword gibt? Schreib es trotzdem.
Wenn du Persönliches und Meinungsartikel nicht teilen möchtest, kannst du sie genauso weglassen wie Gastbeiträge oder Kundeninterviews. Finde heraus, was passt und was deine Zielgruppe anspricht. Such dir bis zu 3 Arten aus und baue die verschiedenen Hauptthemen damit auf.
6. Wie sieht der Wettbewerb in deiner Blognische aus?
Gucken ist erlaubt, anfassen... Sorry, kopieren nicht. Gucken ist nicht nur erlaubt, sondern notwendig.
Um zu wissen, wie du dich abheben kannst, musst du wissen, was es bereits gibt. Wie sind deine Mitbewerber aufgestellt? Worauf legen sie ihren Fokus? Welche Zielgruppe sprechen sie mit welchen Themen an. Was fehlt noch und was kannst du anders und besser machen?
Wahrscheinlich wirst du schnell feststellen, dass in deinem Bereich immer wieder die gleichen Blogs auf Seite 1 bei Google auftauchen. Sieht dir an, was deine bis zu Top 5 Konkurrenzblogs machen.
Wenn du das weißt und dich mit der Einzigartigkeit deines Business abhebst, dann gibt es auch keine Konkurrenz mehr. Du hast zwar weiterhin Mitbewerber*innen, aber sprichst andere Menschen aus der Zielgruppe an.
7. Was ist dein Alleinstellungsmerkmal (USP), deine Einzigartigkeit?
Wenn du das weißt, kannst du auch sagen, wofür du stehst und was keinen Platz bei dir hat. Es ist die Klarheit, die sich wie ein roter Faden durch deinen Blog, deine Inhalte und dein Marketing zieht. Es ist die Identität, die Seele deiner Selbstständigkeit, die es sonst in der Art nicht gibt.
Um darauf zu kommen, musst du dir nichts ausdenken und als Maske aufsetzen, nur um anders zu sein. Es ist bereits da. Was ist es bei dir? Weißt du es? Ist es dir durch die bisherigen Fragen und Recherchen klar geworden? Oder siehst du es noch nicht?
Hast du innovative Ansätze?
Ist deine Ansicht oder Perspektive ungewöhnlich?
Bist du besonders rebellisch in einer konservativen Branche?
Was macht dich aus? Was machst du / macht dein Business anders?
Wofür stehst du und wofür nicht? Wie grenzt du dich ab?
Was kommt ganz natürlich aus dir heraus, was nicht vergleichbar ist?
Was sagen deine Kund*innen? Das kann ebenfalls ein guter Ansatz sein, um deinen USP zu finden. Frag sie zum Beispiel, warum sie sich für dich entschieden haben und was ihnen besonders gefallen hat.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es alleine nicht immer leicht zu greifen ist. Aber ich sage dir, es ist da. Du hast es in dir. Dein Business hat es in sich. Es muss nur sichtbar geschrieben werden.
8. Wie nutzt du deinen Blog und deine Artikel?
Ein Business-Blog ist ein wertvoller Content-Marketing-Kanal. Du brauchst jedoch Geduld und Durchhaltevermögen, bis du Ergebnisse über Google erkennst. Und niemand kommt einfach so auf deinen Blog, nur weil du jetzt einen hast.
Daher die Frage: Wie erfahren deine potenziellen Leser*innen von deinem Blog und wie nutzt du ihn?
Teilst du die Artikel auf Social-Media?
Nutzt du deinen Blog für Newsletter oder leitest du mit deinem Newsletter auf deinen Blog?
Verlinkst du deine neuen Artikel direkt oder teilst du sie häppchenweise und verzichtest bewusst auf den "Traffic-Boost"?
Nutzt du zusätzlich Pinterest als Suchmaschine?
Es gibt viele Wege, wie du deinen Blog nutzen kannst und eine zentrale Frage, die du dir beantworten solltest, ist, wie du deinen Blogartikel nutzt und Leser*innen bekommst.
9. Was sollen deine LeserInnen machen, wenn sie einen Artikel gelesen haben?
Das Letzte, was du möchtest, ist, dass Leser*innen nach einem Blogartikel deine Website schließen und weg sind. Führe die Leser*innen immer einen Schritt weiter.
Wirst du damit alle halten können? Nein, es gibt immer Menschen, die abspringen. Aber andere kannst du dazu animieren, dass sie bei dir bleiben und das gelingt dir mit einem Call-to-Action (CTA) am Ende des Blogbeitrags.
Was die Leser*innen machen sollen, hängt von deinen Zielen und auch von dem jeweiligen Artikel ab. Ist dein Ziel zum Beispiel, deine Newsletterliste zu füllen, dann sollte am Ende die Newsletter-Anmeldung möglich sein.
Veröffentlichst du ein Kundeninterview, kann der CTA sein, dass du zu einem Erstgespräch führst. Oder du führst zu einem Webinar, einem weiterführenden Artikel, animierst zu einem Kommentar oder was auch immer sinnvoll und zielführend ist.
Lass deine Leser*innen am Ende eines Artikels nicht alleine und ohne Handlungsaufforderung zurück.
10. Welche Entwicklungen und Trends gibt es in deinem Bereich?
Worüber möchtest du deine Zielgruppe auf dem Laufenden halten? In den meisten Branchen gibt es Zukunftsvorhersagen und -trends, die du aufgreifen kannst, wenn es etwas Neues gibt. Das stärkt das Vertrauen, die Autorität und du nimmst eine Vorreiterrolle ein, die wertvoll für das Business sowie für Kund*innen ist.
Diese Artikel eignen sich oft gut dafür, um sie regelmäßig zu aktualisieren. Du erstellst einmal einen Trendartikel und kannst langfristig und mit wenig Aufwand aktuell halten. Beispiel: Branchentrends für das Jahr 2025.
Einmal erstellt, aktualisierst du ihn jedes Jahr und nutzt ihn erneut als Trendreport für das neue Jahr.
11. Wie misst du deinen Fortschritt und Erfolg?
Damit du den Erfolg deines Business-Blogs auch messen kannst, ist es sinnvoll, Kriterien und Kennzahlen festzulegen, anhand derer du den Fortschritt nachvollziehst. Das erst erlaubt es dir, sinnvolle Anpassungen und Optimierungen umzusetzen.
Kennzahlen können zum Beispiel sein:
Seitenbesucher
Verweildauer
Google-Ranking und Entwicklung
Newsletter-Anmeldungen
Anmeldungen zum Webinar
Die Frage, welche Kennzahlen am besten sind, hängt auch mit den Blogzielen zusammen. Das Ranking und Faktoren, die darauf Einfluss haben (z.B. Verweildauer), sind sehr gut messbar. Daher solltest du diese beim Blogmarketing immer berücksichtigen.
Fazit
Ein Blog-Konzept erlaubt dir, mit Klarheit und Struktur deine Business-Blog Ziele effektiv zu erreichen. Gleichzeitig hast du genug Raum für kreative und flexible Einfälle. Mit Strategie, Struktur, Sinn und Seele baust du einen Blog auf, der nicht nur einfach da ist, sondern selbstsicher in die Welt strahlt und deine Wunschkund*innen abholt.
Du sparst dir Zeit, Energie und Ratlosigkeit bei der Content-Erstellung. Ein Konzept begleitet dich über Monate und Jahre. Du bleibst konstant dabei und es ist die Basis für erfolgreiches Bloggen im Business.
Das erleichtert dir so gut wie alles, was mit Bloggen, Content-Erstellung und Kundenansprache zu tun hat.
Du möchtest dir ein Blogkonzept erstellen lassen oder mit mir eins zusammen entwickeln?
Andrea Liedtke
Hi, ich bin Andrea, SEO-Texterin und Beraterin für Content und ethisches Marketing. Ich helfe dir, mit Content-Marketing, das dich mit deinen Wunschkund*innen verbindet, erfolgreich sichtbar zu werden. Website-Texte und Blogmarketing mit SEO stehen dabei im Fokus und sind die Basis für Sanfte-Ethische-Online-Verbindungen. Perfekt für sensible oder leise Selbstständige und eine sanfte Kundengewinnung. Mehr zu mir >>
Für Marketing, das nicht nur gut fürs Business, sondern auch gut für die Seele ist.