Der Einstieg ins Newsletter-Marketing

Start ins Newsletter-Marketing beginnt mit dem Anfang nicht dem Freebie

Viele verkomplizieren den Einstieg ins Newsletter-Marketing. Der Einstieg ist nicht dein Freebie, sondern die Entscheidung, anzufangen. Der richtige Zeitpunkt zu beginnen ist jetzt, mit dem, was du hast. Ganz nach dem Motto “Better done than perfect.”

Dieser Artikel zeigt dir die Schritte, die notwendig sind und beschreibt ebenfalls, weshalb ein Freebie am Anfang nicht so wichtig ist. Kein Freebie zu haben, hat sogar einen kleinen Vorteil.

Newsletter-Marketing hat viele Vorteile (siehe „Was ist E-Mail Marketing?“ ). Richtig umgesetzt, kann es zu deinem wichtigsten Marketingkanal werden. Egal welche Branche oder Unternehmensgröße, es ist für jeden geeignet und sinnvoll zu einzusetzen. Leider ist dies häufig nicht der Fall oder wird nicht richtig genutzt.

Starte mit 5 einfachen Schritten. Damit es dabei nicht bleibt, werden die nächstmöglichen Schritte vorgestellt, um deinen Newsletter-Erfolg über die Zeit weiter auszubauen und zu optimieren.

Newsletter vs. Email Marketing

Newsletter vs. E-Mail Marketing

Newsletter-Marketing gehört zum E-Mail Marketing, unterscheidet sich jedoch in einigen Punkten. Eine so klare Trennung gibt es zwar nicht, aber es zeigt, dass Newsletter und E-Mail Marketing nicht das Gleiche ist. 

 

Der Einstieg ins Newsletter-Marketing

Rechtliche Bestimmungen:

Bevor wir mit den ersten Schritten starten, sollten rechtliche Bestimmungen geklärt werden. Was gibt es aus rechtlicher Sicht bei der Erstellung und dem Versand von Newslettern zu beachten? 

1. Double-Opt-in-Verfahren
Für die Anmeldung zum Newsletter muss das Double-Opt-in-Verfahren genutzt werden. Ohne dem darfst du keine Newsletter versenden.

2. Abmeldelink
In jedem Newsletter muss ein Abmeldelink enthalten sein. Die Abmeldung vom Newsletter muss genauso leicht sein wie die Anmeldung. Nach der Abmeldung darf kein Newsletter mehr gesendet werden, auch keine Abmeldebestätigung. Den Abmeldelink kannst du gut sichtbar im Footer einbauen.

3. Impressum
In jedem Newsletter muss dein Impressum enthalten sein. Dieses wird ebenfalls im Footer eingebunden.

4. Urheberrechte
Für den Inhalt gilt, dass auch bei Newslettern Urheberrechte beachtet werden müssen.

Details zum Aufbau eines Newsletters >>

5 Schritte bis zum ersten Newsletter:

Für den Einstieg ins Newsletter-Marketing benötigst du erst einmal nicht viel. Zudem ist es kostenlos möglich.

1. Newsletter-Tool

Als Erstes benötigst du ein Tool, über das du deine Newsletter versenden wirst. Es gibt viele Anbieter auf dem Markt. Die meisten haben eine kostenlose Basisversion. Die Funktionen sind begrenzt und es kann nur eine begrenzte Anzahl an E-Mail pro Tag oder Monat versendet werden. Für den Anfang kann das unter Umständen erst einmal ausreichen. 

Die Anmeldung bei einem Anbieter ist schnell gemacht und du kannst dich umsehen und dich mit dem Tool vertraut machen. 

Wenn du unsicher bist, welcher der richtige Anbieter ist, kannst du mehrere testen und vergleichen. Es ist aber auch problemlos möglich, den Anbieter nach einer Zeit zu wechseln. Deine Kontakte kannst du exportieren und in dein neues Tool einspielen.

2. Empfängerliste

Die Empfängerliste legst du in deinem Tool an. Die Liste enthält alle E-Mail Adressen, an die du deine Newsletter später versendest. Ich empfehle dir zusätzlich eine Testliste mit eigenen E-Mail Adressen anzulegen, an denen du deine Newsletter vor Versand testen kannst.

3. DSGVO-konformer Anmeldeprozess

Der Anmeldeprozess muss nach den Bestimmungen in der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) eingerichtet werden. Das lässt sich leicht umsetzen. Bei deutschen E-Mail Anbietern, wie z.B. CleverReach, GetResponse oder SendinBlue kannst du dir sicher sein, dass die DSGVO eingehalten wird.

Damit du Newsletter versenden darfst, wird ein Double-Opt-In (DOI) benötigt. 

Dafür erstellst du:

    • ein Anmeldeformular:

      Für die Erstellung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder über ein Plugin auf der Website, eine eigene Programmierung oder du nutzt das, was das jeweilige Newsletter-Programm bereitstellt.

      Innerhalb des Tools kann das Formular individuell angepasst werden, zudem gibt es eine Anleitung, wie du es nutzen und einbinden kannst. Das ist für den Start der unkomplizierteste und schnellste Weg.

      Verweise in deinem Anmeldeformular auch auf deine Datenschutzerklärung.

    • eine Bestätigungsmail:

      Neue Abonnent*innen, die sich über das Formular anmelden, müssen ihre Anmeldung erst noch einmal bestätigen, bevor sie gültig wird und du tatsächlich Newsletter senden darfst. Das ist mit Double-Opt-In gemeint.

      Das bedeutet, dass du eine DOI-E-Mail oder auch Bestätigungsmail benötigst. In der Regel gibt es dazu in den jeweiligen Newsletter-Tools eine Vorlage, die du für dich anpassen und nutzen kannst.

      Wichtig ist hier, dass es wirklich nur eine E-Mail für das DOI ist, die den Anmeldelink enthält. (Hier darf z.B. keine Werbung enthalten sein). Mit einem Klick auf den Link wird die E-Mail Adresse für deine vorab angelegte Empfängerliste angemeldet.

4. E-Mail Liste

Du hast ein Tool und einen fertigen Anmeldeprozess. Nun benötigst du Abonnent*innen. Das heißt, du musst eine E-Mail Liste aufbauen. Dafür benötigst du nur die E-Mail Adresse deiner zukünftigen Leser*innen. Der Name kann und sollte auch abgefragt werden, aber als freiwillige Angabe.

Du kannst deinen Newsletter über Social Media, Blog-Posts, deine Website, Pinterest und dein bestehendes Netzwerk bewerben. Es gibt viele Möglichkeiten, mache deinen Start nicht von einem Freebie abhängig.

5. Der erste Newsletter

Mit den ersten Abonnent*innen kommt auch dein erster Newsletter. Suche dir in deinem Newsletter-Tool ein Template aus oder gestalte selber eins. Das erstellte Template kannst du dann für alle weiteren Newsletter nutzen und mit der Zeit anpassen, testen und optimieren.

Sinnvoll ist es, dass es nach der Anmeldung eine Willkommensemail gibt. Diese wird direkt nach der Anmeldung automatisiert versendet. Das ist ebenfalls unkompliziert in deinem Tool umzusetzen und direkt in den Anmeldeprozess zu integrieren.

Die Willkommensmail könntest du direkt als Template erstellen und für deinen ersten richtigen Newsletter und alle weiteren nutzen.


Freebie, Willkommensfrequenz & Werbung

Du hast vielleicht schon oft gelesen, dass du eine Freebie brauchst, um dir eine E-Mail Liste aufzubauen und mit Newslettern zu starten. Noch besser wäre ein kostenloser E-Mail-Kurs und eine mehrteilige Willkommensfrequenz. 

Grundsätzlich ist das sehr hilfreich, um eine E-Mail Liste und ein erfolgreiches Newsletter-Marketing aufzubauen. Für den Start ist das aber nicht ganz so wichtig. Wichtig ist, dass du anfängst! Ein Freebie und eine Willkommensfrequenz müssen erst einmal erstellt werden, das kann einige Zeit dauern. Das bedeutet aber nicht, dass du deinen Newsletter nicht schon bewerben und damit beginnen kannst. 

Willkommensnewsletter anstatt Willkommensfrequenz:
Anstatt direkt eine Willkommensfrequenz zu erstellen, beginne mit nur einem Willkommensnewsletter.  Während der Zeit, in der du an deinem Freebie und einer Willkommensserie arbeitest und diese fertigstellt, kannst du so schon einige Newsletterabonnent*innen gewinnen. 

Bewerbung deines Newsletters:
Wie weiter oben beschrieben, könntest du auf Social Media damit werben, falls du dort unterwegs bist und Kontakte hast. Du kannst deine Newsletteranmeldung unter Blogartikeln einbinden, sowie an anderen Stellen deiner Website, z.B. präsent ganz oben als Button oder Pop-up. Hast du einen Pinterest-Account, kannst du auch diesen super für die Bewerbung nutzen.

Klient*innen, mit denen du arbeitest, kannst du ebenfalls davon erzählen. Es gibt gute, unkomplizierte und zeitnahe Möglichkeiten, ohne Freebie, mit deinem Newsletter zu starten.

Kein Freebie zu haben, hat auch einen Vorteil: 
Diejenigen, die sich zu deinem Newsletter anmelden, obwohl du kein Freebie hast, wollen wirklich deinen Newsletter und regelmäßigen Content von dir erhalten. Hast du einen Lead-Magneten, dann melden sich auch welche an, die nur dein Freebie möchten, aber nicht unbedingt an deinem Newsletter interessiert sind. Es gibt für alles Vor- und Nachteile.

Lass deine Zielgruppe wissen, was sie erwartet:
Sinnvoll wäre es, dass du dir vorab überlegst, was dein Ziel ist. Deine Zielgruppe sollte wissen, was sie erwartet, wenn sie sich anmelden. Am Anfang kannst du das Wichtigste wie Versandfrequenz und Thema in das Anmeldeformular schreiben und z.B. in Social Media kommunizieren. 

Das sind die allerersten Schritte, um mit einem Newsletter zu starten.

Wie ein Newsletter aufgebaut ist, kannst du hier nachlesen. >>


Wie geht es weiter?

Sind die ersten Schritte gemacht, kannst du anfangen, alles weiter auszubauen und weiterzuentwickeln.

Die nächsten Schritte

1. Landingpage

Erstelle eine Landingpage für die Newsletteranmeldung. Dort stellst du ausführliche Informationen über deinen Newsletter bereit.

  • Wie häufig versendest du Newsletter?
  • Wann ist der Versandzeitpunkt?
  • Welche Themenbereiche deckst du ab?
  • Was erwartet deine Leserschaft?
  • Gründe, warum es sich lohnt, den Newsletter zu abonnieren.

2. Feedback

Hole Feedback von deinen Abonnent*innen ein. Lerne deine Zielgruppe kennen, höre ihnen zu, um deine Strategie und deinen Content daran anzupassen.

Denk immer daran, du schreibst die Newsletter für deine Leser*innen, nicht für oder über dich.
Was auch immer dein Ziel ist, der Weg dahin orientiert sich an den Wünschen deiner Zielgruppe.

3. Freebie und Willkommensserie

Erstelle eine Willkommensserie und evtl. ein Freebie. Du kennst deine Abonnent*innen schon besser und kannst das Freebie, an den Bedürfnissen deiner Zielgruppe ausrichten.

4. Ziele und Strategie

Werde dir über dein Ziel klar und entwickle eine Strategie. Du steckst Zeit und Energie in deine Newsletter. Damit sich das dauerhaft auszahlt, solltest du dir über deine Ziele klar werden. Was möchtest du mit deinen Newslettern erreichen? Wohin soll sich das entwickeln? Wie erreichst du das? 

5. Contentplan

Ein Contentplan kann sehr hilfreich sein, damit du nicht immer spontan überlegen musst, was du in deinem Newsletter schreiben möchtest. Allerdings dürfen Newsletter spontan sein und persönliche Erfahrungen und Geschichten enthalten, das kann man nicht immer planen. Zudem kann deine Leserschaft etwas anderes wollen, als du geplant hast. Höre und reagiere darauf.

Lass dir also genug Spielraum und bleib flexibel, was deine Planung angeht. Passe deinen Contentplan, wenn nötig, an. Du kannst jederzeit auf ihn zurückgreifen, falls du es brauchst.

5. Kennzahlen

Beschäftige dich mit Kennzahlen wie Öffnungsrate und Klickrate. Baue Trackingparameter in die Newsletter ein. Werte die Daten aus, teste, analysiere und optimiere deine Newsletter.

Fazit:

Mit einem Newsletter zu starten ist einfacher als viele denken. Es müssen rechtliche Bestimmungen eingehalten werden. Bei deutschen Anbietern kannst du sicher sein, dass sie sich an die DSGVO halten, sowie Vorlagen für einen sicheren Anmeldeprozess und eine Bestätigungsmail bereitstellen. 

Freebies sind Lead-Magneten und Willkommensfrequenzen sind super, um deine neuen Abonnent*innen abzuholen, aber du kannst auch ohne starten. Die Erstellung dauert Zeit, diese Zeit kannst du schon nutzen, um deinen Newsletter zu bewerben und erste Abonnent*innen zu bekommen.  Kein Freebie zu haben, hat außerdem den Vorteil, dass deine Leser*innen deinen Newsletter und nicht nur dein Freebie möchten.

Zusätzlich hast du Zeit, deine Zielgruppe besser kennenzulernen und z.B. dein Freebie an den Wünschen und Feedback deiner Leserschaft anzupassen.

Der Einstieg ins Newsletter-Marketing beginnt nicht mit einem (perfekten) Lead-Magneten. Er beginnt mit der Entscheidung zu starten, und zwar mit dem, was du in dem Moment zur Verfügung hast.

Für deine Themen und Weiterentwicklung des Newsletters, beziehe deine Leser*innen, sowie Daten mit ein und teste verschiedene Dinge.

Viel Erfolg beim Einstieg in die Welt des Newsletter-Marketings.

Falls du Unterstützung in irgendeiner Weise benötigst, dann kontaktiere mich gerne.

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